► Serenade im Frühling

► Serenade im Frühling

Das Klassikforum lädt Sie herzlich zu einem romantischem „Serenaden-Konzert im Frühling“ am 22. April um 17 Uhr in der Ev. Kirche Selzen ein.Die Musikerinnen Prof. Annette Seyfried, Dozentin für Violine an der Musikhochschule Mainz und Leiterin der Jungen Streicherakademie Mainz, und Martina Graf, als Pianistin und Solistin im In- und Ausland tätig, haben ein wunderschönes Programm erarbeitet und werden diese „Hommage an den Frühling“ gestalten. Beide Musikerinnen sind schon in mehreren Konzerten des Klassikforum an der Selz aufgetreten.

Auf dem Programm steht Beethovens bekannte Frühlingssonate op. 24 mit  ihrem hellen und heiteren Charakter. Der volkstümliche Beiname Frühlingssonate kommt nicht von ungefähr (Beethoven nannte sie jedoch nie so!) - ruft das Werk beim Hörer doch wahrhaft frühlingshafte Assoziationen hervor.

Da zum Frühling das Tanzen einfach dazu gehört – man denke nur an den Tanz in den Mai – stehen auf dem Programm Max Bruchs „Schwedische Tänze“ op. 23. Was die Popularität der Schwedischen Tänze" angeht, war Bruch sehr zuversichtlich: „Es ist keine Frage, dass diese Sachen zu Fuß und zu Pferd gesotten, gebacken und gebraten sich schnell und leicht verbreiten werden …“.

Auch im zweiten Teil des Konzerts liegt der Schwerpunkt in der Romantik. „Auf das was folgt, kannst Du Dich ungeniert freuen!“ Selbstbewusst kündigte Clara Schumann Ende 1855 dem 24-jährigen Geiger Joseph Joachim drei Romanzen für Violine und Klavier an. Clara Schumann und Joachim führten die „Romanzen“ (op. 22) später bei ihren Konzerten wiederholt erfolgreich auf. Zu Gehör kommt in unserem Konzertabend Romanze op. 22 nr. 2.  

Auch Robert Schumann komponierte 1849 drei Romanzen, die er seiner Frau Clara zu einem Weihnachtsgeschenk machte. Wir hören bei unserem Konzert die Romanze op. 94 in A-Dur nr. 2.

Selbstverständlich darf an einem solchen Abend Johannes Brahms nicht fehlen! Brahms hat mit seiner Violinsonate Nr.1 G-Dur („Regenlied“) ein Denkmal von schönster Innigkeit gesetzt. Sein Biograph Max Kalbeck nannte sie ein „doppeltes Lenz-Lied, das die Vergangenheit mit der Gegenwart wieder zum Blühen bringt und dabei an die Hinfälligkeit der Zeiten mahnt“. Brahms selbst sagte: „Über Regen musst du nicht klagen: Er lässt sich sehr gut in Musik setzen, was ich auch den Frühling in einer Violin-Sonate versucht habe.

Und zum Schluss ein „Scherz“ – das Scherzo in c‑Moll von Johannes Brahms. Ein Scherzo ist definitionsgemäß zumeist bewegt (schnell) und wird heiter und lebendig gespielt. Das Scherzo c‑Moll entstand 1853 und ist der 3. Satz der A.E.F.‑Sonate. Diese Sonate komponierten, gemeinsam in Erwartung der Ankunft des verehrten und geliebten Geigers und Freundes Joseph Joachim, die Komponisten Robert Schumann (2. und 4. Satz), Albert Dietrich - ein Schüler Schumanns - (1. Satz) und Johannes Brahms (3. Satz).

Johannes Brahms

Ort: Evangelische Kirche Selzen

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